Historisch! Regensburg gewinnt längstes Spiel der DEL2-Geschichte in 4. Verlängerung
Nach 122:35 Minuten entschieden die Eisbären das 3. Playoff-Spiel gegen Rosenheim für sich.
Das dritte Viertelfinal-Duell zwischen den Starbulls Rosenheim und den Eisbären Regensburg wird in die Geschichtsbücher eingehen. An einem Abend, der erst weit nach 22 Uhr sein fand, bezwangen die Eisbären Regensburg die Hausherren mit 6:5 in der 4. Verlängerung – und das im längsten DEL2-Spiel der Geschichte. Über 122:35 Minuten reines Eishockey waren nötig, um in dieser dramatischen Partie einen Sieger zu finden. Vor 4.425 Zuschauern im ausverkauften ROFA-Stadion lieferten sich beide Teams einen Abnutzungskampf, der an physischer und mentaler Belastung kaum zu überbieten war.
Drama in der 4. Overtime: Kindopp setzt historischen Schlusspunkt
Die Partie startete wie ein typisches Derby: intensiv, schnell und voller Emotionen. Rosenheim erwischte einen glänzenden Start und ging durch Tore von Maximilian Adam und Teemu Pulkkinen früh in Führung. Doch die Eisbären bewiesen ihre Comeback-Qualitäten, die sie bereits durch die gesamte Saison getragen haben. Zwei Mal holten sie einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Zuletzt gelang ihnen dies 34 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit durch Samuel Payeurs zweiten Treffer des Abends.
Was dann folgte, war nichts Geringeres als historisch. Da in den Playoffs die Entscheidung zwingend herbeigeführt werden muss, ging es in die Verlängerung – und diese dauerte länger als das gesamte reguläre Spiel zuvor. In drei Verlängerungen konnte kein Sieger gefunden werden. Beide Mannschaften spielten jenseits der Schmerzgrenze. Während die Beine schwerer wurden, wuchsen die Torhüter auf beiden Seiten über sich hinaus. Jonas Neffin (Regensburg) und Christopher Kolarz (Rosenheim) entschärften Chance um Chance.
In der vierten Verlängerung war es dann soweit: Nach einem Bullygewinn im Rosenheimer Drittel wehrte Kolarz einen Schuss von der blauen Linie noch ab, doch den Nachschuss schob Bryce Kindopp aus kurzer Distanz ins Tor. Anschließend stürmte das gesamte Eisbären-Team dem Siegtorschützen entgegen.
Mit diesem Erfolg führen die Eisbären Regensburg nun in der Serie mit 2:1 und haben bewiesen, dass sie über einen schier unerschöpflichen Siegeswillen verfügen. Rosenheim hingegen muss diese bittere Niederlage nach einer heroischen Leistung erst einmal verdauen, bevor es am Mittwoch in Regensburg in die nächste Runde geht.