Spiel der Woche: Füchse siegen! Huskies beißen sich die Zähne aus
Überragender Anthony Morrone und effektive Füchse ärgern Kassel.
So mancher Gegner hat sich in den vergangenen Jahren die Zähne an Anthony Morrone ausgebissen. Den Kassel Huskies erging es am 49. Spieltag dieser DEL2-Saison nicht anders. Mit 37 teils spektakulären Paraden brachte der Torhüter der Füchse den Tabellenzweiten zur Verzweiflung und war der Rückhalt seines Teams beim 3:1-Erfolg der Lausitzer.
Und so wunderte es niemanden, wen die Fans in der Eisarena Weißwasser nach dem siebten Sieg der Füchse aus den vergangenen acht Partien feierten. Denn dank des einmal mehr überragenden Morrones und einer extrem effektiven Offensive bleibt Weißwasser im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation.
Führung nach Bogenlampenpass
Die ersten Minuten der Begegnung gehörten den Gästen, die gleich zweimal in aussichtsreicher Position nicht zu einem gezielten Abschluss kamen. Doch nachdem die Lausitzer diese Phase überstanden hatten, fanden sie immer besser ins Spiel. Das resultierte im ersten Treffer der Partie. Nach einer Bogenlampe ins Drittel der Huskies konnte Oleg Shilin den Puck nicht sichern. Hannu Tripcke stocherte nach und Christopher Theodore staubte zum 1:0 ab (11.).
Kassel antwortete auf den Rückstand mit einigen wütenden Angriffen. Doch sowohl Hunter Garlent als auch Maciej Rutkowski scheiterten an Anthony Morrone im Füchse-Kasten. Kurz darauf spielte Kassel erstmals in Überzahl. Und erneut rettete Morrone - dieses Mal mit einer spektakulären Parade gegen Yannik Valenti (13.). Dann waren die Füchse dran mit dem ersten Powerplay, doch auch sie hatten keinen Erfolg. Doch in der 17. Minute jubelten erneut die Gastgeber. Adam Brady war es, der die Scheibe über die Linie zum 2:0 lenken konnte.
Nieleck sorgt für dickes Polster
Weißwasser ging nicht nur mit dieser Führung in die erste Pause, sondern auch mit einer weiteren Überzahl. Die verpuffte allerdings ohne nennenswerte Chance. Diese gab es allerdings in der Folge auf beiden Seiten. So scheiterte Kyle Havlena gleich mehrfach an Shilin. Auf der anderen Seite konnte auch Morrone sein Können mehrfach unter Beweis stellen. In der 30. Minute war es dann soweit: Shilin musste ein drittes Mal hinter sich greifen. Nach einem Fehlpass der Huskies kam Charlie Jahnke an die Scheibe und bediente Lennard Nieleck, der frei im Slot stehend zum 3:0 einschob. Für Jahnke war der Assist sein 100. Punkt im Trikot der Füchse.
Die Partie blieb intensiv und ausgeglichen - ungeachtet des Spielstands auf der Anzeigentafel. Und immer wieder erntete vor allem Morrone Szenenapplaus der fast 2900 Zuschauer in der Eisarena Weißwasser. Auch dank seiner Paraden gingen die Hausherren mit einer 3:0-Führung ins Schlussdrittel.
Huskies drücken bis zum Schluss
In diesem begannen die Huskies äußerst druckvoll. Mitchell Hoelscher, Dominic Turgeon und auch Andrew Bodnarchuk kamen alle zum Abschluss, fanden aber allesamt ihren Meister in Morrone. Erst eine Strafe gegen Kassel in der 48. Minute sorgt dafür, dass sich das Spiel wieder in die andere Richtung verlagert. Doch das Powerplay bleibt ungenutzt und so schalteten die Gäste wieder in den Angriffsmodus.
Und der anhaltende Druck des Tabellenzweiten sorgte für Fehler bei den Lausitzern. Diese wiederum führten zum nächsten Überzahlspiel der Huskies (54.). Das überstanden die Füchse, doch umgehend gab es die nächste Strafzeit (56.). Und dieses Mal nutzte Kassel die Überzahl: Tristan Keck fand die Lücke neben dem rechten Torpfosten stehend und netzte 3:47 Minuten vor dem Ende ein.
Die letzten Minuten der Partie blieben nervenaufreibend. Doch die Füchse agierten clever und besonnen. Sie ließen kaum noch nennenswerte Abschlüsse zu und so konnten sie am Ende über einen 3:1-Sieg jubeln. Es war der siebte Sieg in den vergangenen acht Partien für Weißwasser. Und damit bleiben die Füchse mitten drin im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation.