Tilburg Trappers – „Klein in Nederland, groot in Tilburg“
Die Tilburg Trappers sind der zweite Gegner des DEL2-Meisters Fischtown Pinguins am Samstag beim Continental Cup. del-2.org stellt die Niederländer vor.
Die Tilburg Trappers üben sich in „Understatement“, wenn sie in ihrer Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Clubs damit kokettieren, dass sie nur in Tilburg eine gewisse sportliche Größe besitzen würden. Das ist nett, aber schlichtweg falsch. Wann immer man sich über Eishockey in den Niederlanden unterhält, fällt auch immer der Name Tilburg Trappers.
Der am 21. Oktober 1938 als TIJSC (Tilburgsche Ice Sports Club) gegründete Club darf für sich in Anspruch nehmen, der erste Meister der Niederlande gewesen zu sein. Das erste Spiel des Clubs wurde übrigens gegen ein Team aus Brüssel ausgetragen, dass man damals zwar mit 2:6 verlor, aber dennoch eine Partie war, die fest in der Vereinshistorie verankert ist. Seither ist eine lange Zeit vergangen, 13 Mal wurden die Trappers Meister der Niederlande, und 14 Mal durften sie sich den „Bekers“ den holländischen Pokal in den hauseigenen Trophäenschrank stellen.
Unvergessen dabei die Spielzeiten 1970/71 – 1975/76. Sechs Mal hintereinander konnten die Trappers damals den niederländischen Titel an den Wilhelminakanal holen. In den besagten sechs Spielzeiten gewannen die Tilburger 131 Spiele bei drei Unentschieden und nur acht Niederlagen. In der Saison 74/75 gelang ihnen sogar das Kunststück, 32 Mal in Folge zu gewinnen. Auch nach Einführung des niederländischen Pokalwettbewerbs in der Spielzeit 72/73 holten die Trappers den Bekers vier Mal in Folge in die Stadt in Nordbrabant. Kein Grund also zur Bescheidenheit.
So dürfte es auch nicht weiter verwundern, wenn im heimischen „Stappegoor“ die Stimmung stets hohe Wellen schlägt. Mit einem Zuschauerschnitt von deutlich über 2.200 Zuschauern pro Spiel gehört das IJssportcentrum Tilburg zu den bestbesuchten Eishockey-Stadien des Königreichs. Entsprechend der Begeisterung und des guten Sports, haben die Trappers in der Vergangenheit auch für manche große Karriere Pate gestanden. Neben bekannten Eishockeyspielern wie Klaas van den Broek, Jerry Göbel, Dale Weise oder Joe Simons war Sean Simpson mit Sicherheit der bekannteste Eishockeyspieler, der als Trainer auch in Deutschland für große Aufmerksamkeit gesorgt hat.
Für Aufmerksamkeit in der zweiten Runde des diesjährigen Continental Cups will aber auch der jetzige Trainer der Trappers, Paul Gardner, sorgen. Geht es nach seinem Willen, werden die „Blau-Gelben“ zum Überraschungsteam des Turniers in Bremerhaven avancieren.
Im Tor setzt der Kanadier in der Regel auf Ian Meierdres. Der 25-Jährige, in Breda geborene Goalie spielt in dieser Saison bereits das zwölfte Jahr für die Blau-Gelben und gilt als ein sehr zuverlässiger Rückhalt seiner Mannschaft. Unterstützt wird er dabei von Deniz Mollen, einem jungen Nachwuchstorhüter, der einmal in die Fußstapfen von Meierdres treten soll.
Eine der Stützen der Abwehr ist Alexej Loginow, der vor fünf Jahren vom russischen Club Kristall Saratow in die Niederlande gewechselt war. Zusammen mit niederländischen Größen wie Jordy van Oorschot, Bjorn Willemse oder Jurryt Smid, soll er der Abwehr der Niederländer den nötigen Halt verleihen. In der Offensive hofft Coach Gardner vor allen Dingen auf die Treffsicherheit eines Kris Hogg. Der Kanadier stand in der letzten Saison noch in Diensten der Utah Grizzlies. Gespannt ist man aber auch auf die Weiterentwicklung des Holländers mit amerikanischen Wurzeln, Maarten Brekelmans, von dem man sich eine Menge verspricht