Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Vorschau Playdowns: Nervenschlacht in der Oberpfalz
03.04.2026Bild: Werner Moller

Vorschau Playdowns: Nervenschlacht in der Oberpfalz

Weiden will dritten Matchpuck endlich nutzen. Kaufbeuren will Entscheidungsspiel erzwingen.

Die Nerven in den DEL2 Playdowns sind bis zum Zerreißen gespannt. Was vor einigen Tagen noch wie eine klare Angelegenheit für die Blue Devils Weiden aussah, hat sich zu einem dramatischen Überlebenskampf entwickelt. Am Samstagabend empfangen die Blue Devils den ESV Kaufbeuren zum fünften Duell der Serie. Während die Oberpfälzer vor heimischer Kulisse den dritten Matchpuck zum Klassenerhalt verwandeln wollen, reisen die Allgäuer mit dem gewaltigen Schwung von zwei Siegen in Folge an.


Blue Devils Weiden vs. ESV Kaufbeuren

Spielbeginn: 19:30 Uhr (Hans-Schröpf-Arena, Weiden)

In Weiden herrscht nach der bitteren Double-Overtime-Niederlage vom Donnerstag eine Mischung aus Trotz und Anspannung. Die Blue Devils hatten den Klassenerhalt in Kaufbeuren bereits zum zweiten Mal auf dem Schläger, scheiterten jedoch immer wieder am gegnerischen Torhüter oder an den eigenen Nerven. Trainer Alan Letang betonte: „Wir erarbeiten uns die Chancen, aber wir müssen den Sack jetzt endlich zumachen.“ Mit den eigenen Fans im Rücken soll nun der entscheidende Heimsieg her, um den Gang in ein nervenaufreibendes sechstes Spiel zu vermeiden.

Beim ESV Kaufbeuren ist die Totgeglaubten-Mentalität endgültig erwacht. Nach dem „Wunder-Comeback“ am Dienstag legten die Joker am Donnerstagabend mit einem leidenschaftlichen Sieg in der Doppel-Overtime nach. „Der Glaube versetzt Berge“, hieß es auf der Website der Joker. Besonders Travis Turnbull - der Schütze des entscheidenden Tores - Joe Cassetti (an allen acht Toren bei den beiden Siegen beteiligt) und Torhüter Daniel Fießinger sind aktuell die Lebensversicherungen des ESVK.

Rückblick auf das vorherige Duell: Das vierte Spiel am Donnerstag in Kaufbeuren war Eishockey-Drama in Reinform. Erst in der 84. Spielminute (zweite Verlängerung) fiel die Entscheidung zugunsten der Joker. Kaufbeuren war durch Joe Cassetti im Powerplay in Führung gegangen, bevor Tyler Ward per Penalty für die Blue Devils ausglich. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Torhüter über sich hinauswuchsen. In der zweiten Overtime war es schließlich Turnbull, der die energie schwaben arena mit seinem Treffer zum 2:1-Endstand zum Beben brachte und Kaufbeuren im Rennen hielt.

Link teilen: