Finale perfekt! Kassel siegt im Overtime-Drama von Bietigheim
Huskies gewinnen Serie in sechs Spielen. Finale nun gegen Krefeld.
Der Wahnsinn hat einen Namen: EC Kassel Huskies. In einem hochemotionalen sechsten Halbfinal-Duell am Sonntagabend sicherten sich die Nordhessen durch einen 4:3-Erfolg nach Verlängerung bei den Bietigheim Steelers den Einzug in das DEL2-Finale. Vor einer brodelnden Kulisse in der EgeTrans Arena lieferten sich beide Teams einen Abnutzungskampf auf Augenhöhe, den die Huskies erst in der Crunchtime der Overtime für sich entscheiden konnten. Mit dem vierten Sieg in der „Best-of-Seven“-Serie (Endstand 4:2) machen die Huskies die Finalserie gegen die Krefeld Pinguine perfekt.
Keck schießt Huskies ins Glück – Steelers-Kampf bleibt unbelohnt
SCB |
3 - 4 OT (1:1;1:1;1:1/0:1) |
ECK |
| Bietigheim Steelers | Statistiken | EC Kassel Huskies |
| Tore: 0:1 Tristan Keck (10:01/EQ), 1:1 Jack Dugan (17:01/EQ), 2:1 Alex Dostie (32:16/PP1), 2:2 Yannik Valenti (37:15/EQ), 2:3 Dominic Turgeon (44:29/EQ), 3:3 Arne Uplegger (57:54/EQ), 3:4 Tristan Keck (76:32/EQ) | ||
| Zuschauer: 4.285 | Strafminuten: 4 / 6 | Powerplay: 1-3 / 0-2 |
| Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt, Zsombor Pálkövi, Denis Menz, David Tschirner, Feicht, Susanne | ||
Es war das erwartet schwere Spiel für den Favoriten aus Kassel. Bietigheim, mit dem Rücken zur Wand stehend, startete mit enormer Leidenschaft und suchte von Beginn an die Offensive. Die Führung wechselte im Verlauf der regulären Spielzeit stetig hin und her: Den ersten Treffer landeten die Gäste durch Tristan Keck (11.). Sieben Minuten später glich Jack Dugan aus.
Im Mitteldrittel jubelten die Gastgeber zuerst. Alex Dostie traf in Überzahl. Doch wenig später traf Yannik Valenti im dritten Spiel in Folge. Mit dem 2:2 ging es in die nächste Pause. Im dritten Drittel legte wieder Kassel vor: Dominic Turgeon traf zum 3:2 für die Huskies. Doch in der 58. Minute ließ Arne Uplegger die Arena beinahe explodieren und schickte die Begegnung in die Overtime.
In der Verlängerung entwickelte sich ein Nervenkrieg, in dem beide Torhüter mehrfach glänzend parierten. In der 77. Spielminute folgte schließlich die Entscheidung: Auf Vorarbeit von Valenti traf Keck mit einer Volleyabnahme aus kurzer Distanz. Während sich Aufsteiger Bietigheim nach einer aufopferungsvollen Serie in die Pause verabschiedet, lebt der Traum vom Aufstieg in Kassel weiter.