Im Gespräch mit… Christian Menningen: Betreuer Krefeld und Team Deutschland
Christian Menningen spricht über das Abenteuer Olympia und seine Arbeit bei den Pinguinen.
Eishockey-Teams ohne Betreuer sind wie ein Auto ohne Räder. Oft sind sie Herz und Seele der Mannschaft – so auch Christian Menningen. Bereits im 19. Jahr steht er hinter der Bande der Krefeld Pinguine. Aber nicht nur da: Auch bei der deutschen Nationalmannschaft ist er tätig.
Im Interview spricht Menningen über seine Arbeit bei den Pinguinen und seine Liebe zu Krefeld. Außerdem erklärt er, warum Olympia für ihn etwas ganz Besonderes ist und dass er in Mailand auf das eine oder andere Souvenir hofft…
Christian, wenn wir richtig gerechnet haben, bist du bereits in deiner 19. Saison in Krefeld. Was macht den Club für dich aus?
Menningen: „Ich arbeite sehr gerne in Krefeld. Es sind eben die Krefeld Pinguine. Ich war in DEL mit den Pinguinen, ich bin abgestiegen mit den Pinguinen. Der Verein und das Umfeld sind einfach besonders und ich bin froh, hier arbeiten zu können.“
Als Betreuer ist man sehr nah dran am Team. Was gefällt dir an der aktuellen Mannschaft besonders?
Menningen: „Der Charakter der Mannschaft stimmt einfach, das Team ist zusammengewachsen. In dem Punkt sprechen der Erfolg und der Tabellenplatz ja auch für sich.“
Uns kannst du es ja sicher verraten… Gibt es einen Spieler im Team, der besondere Anforderungen oder Wünsche hat bezüglich seines Equipments oder was Rituale rund ums Spiel angeht?
Menningen: „Einen bestimmten Spieler gibt es nicht wirklich. Wir behandeln alle Spieler gleich, und sie uns auch. Natürlich gibt es den ein oder anderen Spieler, der einen Sonderwunsch hat, wenn es um beispielsweise die Schlittschuhe oder die Ausrüstung geht, aber so wirklich außer der Reihe tanzen tut da niemand.“
Nun bist du nicht nur für Krefeld tätig. Du unterstützt die deutsche Nationalmannschaft seit vielen Jahren und wirst auch bei Olympia erneut dabei sein. Wie besonders sind diese Turniere für dich?
Menningen: „Es ist schon etwas Besonderes, bei Olympia dabei zu sein und ein Team wie die Nationalmannschaft jetzt in Mailand zu betreuen. Es ist immer etwas Besonderes, aber jetzt, wo die NHL-Stars aus Nordamerika bei Olympia mitspielen, ist das natürlich nochmal sehr besonders. Man kennt die ja sonst nur aus dem Fernsehen, und jetzt sieht man die hautnah und kann mit denen auch ins Gespräch kommen oder ein kleines Souvenir abstauben (lacht). Das ist schon etwas Tolles.“
Gibt es Dinge, die bei den Olympischen Spielen anders sind als bei einer Weltmeisterschaft oder bei einem Club?
Menningen: „Es ist schon etwas sehr Besonderes. Das Flair bei so einem Turnier ist ganz anders. Überhaupt dabei zu sein und dein Land bei Olympischen Spielen zu vertreten, das ist schon etwas anderes. Es macht aber auch einfach riesigen Spaß.“
Gibt es auch bei den Nationalspielern Athleten mit außergewöhnlichen Wünschen oder Ritualen?
Menningen: „Das gibt es mit Sicherheit. Das liegt aber auch daran, dass sie alle von unterschiedlichen Clubs kommen und Dinge dort anders gehandhabt werden und sie Dinge bekommen, die es bei der Nationalmannschaft so nicht gibt. Das ist in der Regel aber kein größeres Problem.“
Bei den kommenden Olympischen Spielen sind auch alle NHL-Superstars mit dabei. Kannst du das Turnier auch als Fan ein wenig genießen oder bleibt dafür keine Zeit?
Menningen: „Ich werde auf jeden Fall versuchen, andere Spiele zu schauen, und ich werde auch versuchen, als Fan mal eine andere Sportart zu schauen. Das meiste sieht man ja sonst zu Hause nur im Fernsehen, deshalb werde ich definitiv versuchen, andere Spiele und Sportarten auch vor Ort zu sehen.“
Nun gibt es in der DEL2 keine Olympia-Pause. Müssen die Krefelder Spieler sich als in der Zeit die Schlittschuhe selbst schleifen?
Menningen: „Nein, ich habe eine gute Vertretung. Der Pascal, mit dem ich in Krefeld zusammenarbeite, ist zwar auch neu im Geschäft, aber ich habe da vollstes Vertrauen, dass er das auch allein ohne mich schafft.“