Pinguine siegen souverän in Regensburg
Kassel gleicht Serie nach Overtime-Krimi aus.
Die Halbfinal-Serien der DEL2 steuern auf ihren Siedepunkt zu. Während die Krefeld Pinguine in der Oberpfalz den zweiten Sieg im zweiten Duell mit Regensburg einfahren konnten, erlebten die Fans in Bietigheim ein Eishockey-Drama der Extraklasse. In einer hochemotionalen Partie holten sich die Kassel Huskies den Heimvorteil in der Verlängerung zurück. Beide Serien zeigen: In dieser Phase der Saison entscheiden Nuancen.
Effiziente Pinguine stoppen Eisbären erneut
EBR |
1 - 3 (0:0;0:3;1:0) |
KEV |
| Eisbären Regensburg | Statistiken | Krefeld Pinguine |
| Tore: 0:1 Daniel Bruch (21:41/EQ), 0:2 Zack Dybowski (26:20/EQ), 0:3 Max Newton (32:18/EQ), 1:3 Corey Trivino (56:53/EQ) | ||
| Zuschauer: 4.680 | Strafminuten: 27 / 6 | Powerplay: 0-3 / 0-2 |
| Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Alexander Singer, Lukas Pfriem, Marcus Höfer, Steinbach, Roland | ||
In der mit 4.712 Zuschauern restlos ausverkauften Donau-Arena feierten die Krefeld Pinguine einen abgeklärten 3:1-Auswärtssieg gegen die Eisbären Regensburg. Damit führt Krefeld in der „Best-of-Seven“-Serie nun mit 2:0 und hat am kommenden Montag vor heimischer Kulisse die Chance, einen riesigen Schritt Richtung Finale zu machen.
Die Partie bot von Anfang an jede Menge Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Im ersten Drittel waren Tore allerdings noch Fehlanzeige. Das änderte sich im Mittelabschnitt. Krefeld spielte effektiv und erarbeitete sich das 1:0 durch Daniel Bruch. Zach Dybowski erhöhte wenig später auf 2:0. Als Max Newton den dritten Krefelder Treffer markierte, wurde deutlich, wie eiskalt die Pinguine in diesen Playoffs auftreten. Denn chancenlos waren die Hausherren keinesfalls. Doch selbst die größten Möglichkeiten blieben ungenutzt - so zum Beispiel zwei Konter in Unterzahl gegen Ende des zweiten Drittels.
Im Schlussabschnitt spielte Krefeld abgeklärt und suchte nur noch selten das Heil in der Offensive. Regensburg gab nicht auf und belohnte sich durch das Tor von Corey Trivino kurz vor dem Ende. Das sollte Mut geben für Spiel 3 am Ostermontag.
Drama im Ellental: Huskies gleichen Serie in der Overtime aus
SCB |
3 - 4 OT (1:0;1:3;1:0/0:1) |
ECK |
| Bietigheim Steelers | Statistiken | EC Kassel Huskies |
| Tore: 1:0 Brett Kemp (3:27/PP1), 1:1 Hunter Garlent (21:14/EQ), 1:2 Dominic Turgeon (24:28/EQ), 1:3 Yannik Valenti (25:05/EQ), 2:3 Arne Uplegger (37:54/PP1), 3:3 Filip Reisnecker (53:08/EQ), 3:4 Hunter Garlent (67:15/PP1) | ||
| Zuschauer: 4.282 | Strafminuten: 45 / 62 | Powerplay: 2-4 / 1-8 |
| Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt, Achim Moosberger, David Kreuzer, Denis Menz, Feicht, Susanne | ||
Was für eine Antwort der EC Kassel Huskies! Nach der schmerzhaften Auftaktniederlage sicherten sich die Schlittenhunde in einem dramatischen Auswärtsspiel bei den Bietigheim Steelers einen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Damit ist der Serienstand auf 1:1 ausgeglichen und der Heimvorteil wandert zurück nach Nordhessen.
Es war das erwartet physische und schnelle Spiel. Bietigheim ging zweimal durch Brett Kemp früh in Führung. Im Mittelabschnitt drehte Kassel allerdings die Partie: Hunter Garlent und Dominic Turgeon und Yannik Valenti trafen binnen vier Minuten für die Nordhessen.
Doch wie schon so oft in diesen Playoffs kamen die Steelers eindrucksvoll zurück. Arne Uplegger noch im zweiten Drittel und Filip Reisnecker rund sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit trafen für die Ellentaler und so ging es auch in Spiel 2 der Serie in die Overtime. Dort schoss Garlent im Powerplay sein zweites Tor. Die Serie ist nun wieder völlig offen und verspricht für den Ostermontag Hochspannung pur.