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Text: DEL2

Spiel der Woche: Mit Rückenwind in die Pause

Trotz schlechter Platzierung zeigt die Formkurve bei Bad Nauheim und Freiburg nach oben.

Spiel der Woche: Mit Rückenwind in die Pause
© Lewin Weinberger

Der Blick auf die Tabelle mag vor unserem Spiel der Woche trügen. Denn auch wenn der EC Bad Nauheim und der EHC Freiburg aktuell im unteren Tabellendrittel stehen, steigt die Formkurve beider Traditionsclubs klar nach oben. 

Drei Siege aus den vergangenen vier Partien: Sowohl in Bad Nauheim als auch in Freiburg geht man mit Rückenwind in das Duell. Am Sonntag wollen beide mit einem weiteren Sieg in die Deutschland-Cup-Pause gehen.

BAD NAUHEIM WILL DEN NÄCHSTEN SCHRITT MACHEN

Der EC Bad Nauheim konnte die zuletzt ansteigende Formkurve am Freitagabend bestätigen. Bei den Dresdner Eislöwen setzten sich die Hessen mit 2:1 durch und feierten damit ihren dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen. Insgesamt stehen nach 13 Spieltagen elf Punkte zu Buche. 

Vor allem offensiv ist noch Luft nach oben: Durchschnittlich 2,08 Treffer pro Partie stehen 2,77 Gegentoren gegenüber. Auch im Powerplay (19,4 Prozent) und Penalty Killing (77,1 Prozent) zeigen sich unterschiedliche Ansatzpunkte.
Allan McPherson ist mit acht Punkten (zwei Tore, sechs Assists) bislang der erfolgreichste Scorer der Roten Teufel. Matt Marcinew führt die interne Torschützenliste mit fünf Treffern an. Im Tor kommt Jerry Kuhn auf eine Fangquote von 90,66 Prozent.

Trotz der bisherigen Ergebnisse sieht Julian Kornelli die Mannschaft auf einem guten Weg: „Was mich optimistisch stimmt, ist, dass wir von der Leistung her grundsätzlich richtig gutes Eishockey spielen. Nur die Ergebnisse stimmen noch nicht. Wenn wir weiterhin so kämpferisch und leidenschaftlich auftreten und auch das nötige Quäntchen Glück dazukommt, bin ich überzeugt, dass wir in den nächsten Wochen in der Tabelle weiter nach oben klettern können.“

Gegen Freiburg soll der nächste Schritt folgen. Dafür müsse das Team vor dem Tor effizienter werden, bei den Abschlüssen kaltschnäuziger agieren und sich auch im Powerplay steigern, so Kornelli. Fakt ist, kein Team braucht mehr Schüsse für ein Tor. Nur alle 14 Abschlüsse der Bad Nauheimer finden ihren Weg ins Netz.

FREIBURG WILL ENGE SPIELE FÜR SICH ENTSCHEIDEN

Auch der EHC Freiburg reist mit einem Erfolgserlebnis nach Bad Nauheim. Die Wölfe bezwangen am Freitag Bietigheim mit 4:2 und stehen mit 16 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Fünf Siege, davon vier nach regulärer Spielzeit, stehen bislang zu Buche. Wie die Hessen gewannen auch die Breisgauer drei ihrer letzten vier Spiele.

Mit durchschnittlich 2,38 eigenen Treffern pro Partie präsentiert sich die Offensive etwas durchschlagskräftiger als die der Hessen. Gleichzeitig kassierte Freiburg im Schnitt drei Gegentore. Sowohl im Powerplay (11,8 Prozent) als auch im Penalty Killing (70,5 Prozent) gibt es noch Steigerungspotenzial. Die Breisgauer stellen das aktuell schwächste Über- und das zweitschlechteste Unterzahlspiel der Liga.

Lynden McCallum ist mit zwölf Punkten (acht Tore, vier Assists) Freiburgs Topscorer und zugleich bester Torschütze des Teams. Nikolas Linsenmaier führt die teaminterne Assistwertung mit sieben Vorlagen an. Im Tor kommt Olafr Schmidt bislang auf eine Fangquote von 91,32 Prozent.

McCallum sieht vor allem im Umgang mit engen Spielständen noch Entwicklungsmöglichkeiten: „Für uns geht es darum, als Mannschaft zu lernen, wie man Spiele gewinnt und in engen Partien in der Schlussphase die nötige Reife zu zeigen. Gegen einige der Topteams haben wir uns durch unseren Einsatz bereits Chancen erarbeitet. Jetzt müssen wir als Mannschaft den Mut haben, unserem Spiel auch in entscheidenden Momenten treu zu bleiben und weiterhin Druck auszuüben.“

WER KANN SEINE FORM FORTSETZEN?

Für das Gastspiel in Bad Nauheim gelte es deshalb, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Eine geschlossene Defensivleistung, das Zusammenspiel als Fünfer-Einheit und konsequentes Forechecking sollen dabei die Grundlage bilden.

Beide Mannschaften wollen nach den Erfolgserlebnissen am Freitag mit einem weiteren Sieg in die Deutschland-Cup-Pause gehen. Während Bad Nauheim vor allem an seiner Chancenverwertung und dem Überzahlspiel arbeiten möchte, will Freiburg in engen Begegnungen den nächsten Entwicklungsschritt machen. Welche Mannschaft kann ihre Stärken am Sonntag besser auf das Eis bringen?

Der erste Puck zwischen dem EC Bad Nauheim und dem EHC Freiburg fällt am Sonntag, 1. November, um 18:30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion. Wie immer können Fans, die nicht vor Ort sind, die Partie bei Sporteurope.TV verfolgen.