Vorschau 42. Spieltag: Towerstars wollen Pinguine ärgern
Duell auf Augenhöhe in Düsseldorf, erstes Spiel für Bad Nauheim unter neuem Trainer.
Der 42. Spieltag der DEL2 hält spannende Aufgaben in allen Tabellenregionen bereit. Tabellenführer Krefeld empfängt selbstbewusste Ravensburger, während Verfolger Kassel bei den Blue Devils Weiden gefordert ist. In Landshut und Kaufbeuren geht es um wichtige Punkte für die weitere Saisonphase, zudem verspricht das Duell zwischen Düsseldorf und Regensburg ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Weitere interessante Kontraste liefern die Partien in Bietigheim und Crimmitschau.
Düsseldorfer EG – Eisbären Regensburg (19:30 Uhr)
Nach der Niederlage gegen Kassel wollen die Eisbären Regensburg am Freitag auswärts bei der Düsseldorfer EG zurück in die Erfolgsspur finden. Düsseldorf hingegen möchte an den Sieg gegen Kaufbeuren anknüpfen und weiter punkten. Offensiv bewegen sich beide Teams statistisch auf ähnlichem Niveau (119 zu 113 Tore), leichte Vorteile im Powerplay liegen jedoch bei der DEG. Deutlich auseinander gehen die Werte im Penalty-Killing: Während Düsseldorf mit 77,6 Prozent solide aufgestellt ist, stellen die Eisbären mit 86,7 Prozent den Ligabestwert. Der direkte Vergleich spricht allerdings für die Gastgeber – alle drei bisherigen Saisonduelle gingen an Düsseldorf.
ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (19:30 Uhr)
Eng verliefen bislang alle Begegnungen zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Lausitzer Füchsen, einmal gingen dabei auch die Joker als Sieger hervor. Ob Kaufbeuren die Füchse erneut ärgern kann, wird sich am Freitag zeigen. Ein Blick auf die Statistiken spricht klar für das Team aus Weißwasser: Die Füchse erzielen im Schnitt 0,7 Treffer mehr pro Spiel und kassieren gleichzeitig rund 0,8 Gegentore weniger als der ESVK. Auch bei den Special Teams liegen die Gäste deutlich vorn. Während Kaufbeuren das schwächste Penalty-Killing der Liga stellt, verfügen die Lausitzer Füchse über das drittbeste Unterzahlspiel der DEL2.
EV Landshut – EC Bad Nauheim (19:30 Uhr)
Vor dem Duell zwischen dem EV Landshut und dem EC Bad Nauheim gibt es Neuigkeiten bei den Kurstädtern: Antti Karhula übernimmt als neuer Trainer und soll den Tabellenzwölften durch den Abstiegskampf führen. Die Partie verspricht Spannung, denn in den bisherigen drei Saisonvergleichen hatte Bad Nauheim zweimal die Nase vorn. Landshut setzt vor allem auf sein Powerplay, das mit einer Quote von 29,9 Prozent ligaweit das stärkste ist. Demgegenüber steht das zweitschwächste Überzahlspiel der DEL2 aus Bad Nauheim. An Einsatz und Kampfgeist mangelt es den Gästen allerdings nicht, zuletzt verlangte man sogar dem Tabellenführer ein enges Spiel ab, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde. Landshut will seinerseits zurück in die Erfolgsspur finden.
Bietigheim Steelers – EHC Freiburg (19:30 Uhr)
Mit zwei Siegen in Folge hat der EHC Freiburg zuletzt Durchsetzungsvermögen bewiesen – eine Qualität, die gegen die Bietigheim Steelers erneut gefragt sein wird. Die Gastgeber haben sich einen starken fünften Tabellenplatz erarbeitet und gehen als Favorit in die Partie. Deutliche Unterschiede zeigen sich vor allem in der Offensive: Bietigheim kommt bereits auf 135 Saisontore, Freiburg auf 101 – seltener trafen bislang nur Kaufbeuren und Weiden. Defensiv besteht bei beiden Teams Steigerungsbedarf: Mit 129 Gegentoren liegt Bietigheim auf Rang zwölf der Defensivwertung, Freiburg mit 139 Gegentreffern auf Rang 14.
Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim (19:30 Uhr)
Keine guten Nachrichten gibt es aus Crimmitschau: Kapitän Dominic Walsh fällt mit einer Oberkörperverletzung für den Rest der Saison aus. Unabhängig davon wartet mit den Starbulls Rosenheim eine anspruchsvolle Aufgabe, reist doch die beste Defensive der Liga an. Die Oberbayern kassieren im Schnitt lediglich 2,3 Gegentore pro Partie. Crimmitschau will dem mit dem viertbesten Powerplay der DEL2 entgegenwirken. Der direkte Vergleich spricht leicht für Rosenheim, die zwei der bisherigen drei Duelle für sich entschieden – zuletzt allerdings nur knapp.
Krefeld Pinguine – Ravensburg Towerstars (19:30 Uhr)
Nach der Niederlage gegen Bad Nauheim hat Tabellenführer Krefeld schnell wieder in die Erfolgsspur gefunden und am Sonntag gegen Weiden gewonnen. Nun empfangen die Pinguine die Ravensburg Towerstars, die mit gestärktem Selbstvertrauen aus den vergangenen Wochen anreisen. In der Statistik liegt Krefeld in nahezu allen Bereichen vorn, besonders deutlich wird der Unterschied bei den Special Teams. Die Pinguine stellen das zweitbeste Powerplay und das viertbeste Penalty-Killing der Liga, während Ravensburg sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl zu den schwächsten Teams der DEL2 zählt.
Blue Devils Weiden – EC Kassel Huskies (20:00 Uhr)
Eine schwere Heimaufgabe wartet auf die Blue Devils Weiden gegen die EC Kassel Huskies. Die Gäste verfügen über die zweitstärkste Offensive der Liga und benötigen dringend Punkte, um im Rennen um die Spitzenplätze Anschluss zu halten. Weiden hingegen ist im Abstiegskampf auf jeden Zähler angewiesen. Offensiv tun sich die Oberpfälzer schwer – mit 99 Treffern stellt man den zweitschwächsten Angriff der Liga. Stabiler präsentiert sich hingegen das Penalty-Killing, auch bei den Gegentoren liegt Weiden im soliden Mittelfeld. Der direkte Vergleich spricht klar für Kassel, das alle bisherigen Saisonduelle für sich entschied, darunter auch eine Partie, die am grünen Tisch gewertet wurde.