Krefeld verschafft sich Matchbälle
Erster Sieg für Weißwasser. Bietigheim geht in Serienführung.
Der dritte Spieltag in den DEL2-Playoffs bot Eishockey-Dramatik pur. Während die Lausitzer Füchse in Kassel den ersten Sieg einfuhren und den großen Favoriten in der Verlängerung bezwangen, untermauerten die Krefeld Pinguine mit einer disziplinierten Leistung gegen Landshut ihre Ambitionen. In Ravensburg zeigten die Bietigheim Steelers eine beeindruckende Powerplay-Gala und brachten die Towerstars an den Rand der Verzweiflung.
Überraschung in Nordhessen: Füchse stehlen Sieg in der Overtime
ECK |
3 - 4 OT (0:3;2:0;1:0/0:1) |
LFX |
| EC Kassel Huskies | Statistiken | Lausitzer Füchse |
| Tore: 0:1 Tom Knobloch (11:34/SH1), 0:2 John Broda (18:06/EQ), 0:3 Tom Knobloch (18:19/EQ), 1:3 Dominic Turgeon (28:26/EQ), 2:3 Simon Schütz (38:37/EQ), 3:3 Bode Wilde (47:20/PP1), 3:4 Kyle Havlena (74:41/EQ) | ||
| Zuschauer: 4.675 | Strafminuten: 31 / 8 | Powerplay: 1-3 / 0-3 |
| Schiedsrichter: Bastian Steingross, Sirko Hunnius, Lukas Pfriem, Dominic Borger, Grunzke, Torsten | ||
In einem hochemotionalen Duell in der Probonio Arena setzten sich die Lausitzer Füchse mit 4:3 nach Verlängerung durch. Nachdem Weißwasser zunächst wie der erwartete Sieger aussah, kämpften sich die Huskies mit unbändiger Leidenschaft zurück in die Partie und holten einen 0:3-Rückstand auf. In der Overtime war es schließlich ein präziser Abschluss, der den mitgereisten Anhang aus Weißwasser jubeln ließ. Für die Huskies ist dies ein herber Dämpfer, während die Füchse bewiesen haben, dass sie mit dem Favoriten mehr als nur mithalten können.
Frühe Weichenstellung: Pinguine lassen Landshut keine Chance
KEV |
5 - 2 (3:0;0:2;2:0) |
EVL |
| Krefeld Pinguine | Statistiken | EV Landshut |
| Tore: 1:0 Mathew Santos (4:04/EQ), 2:0 Marcel Müller (5:25/EQ), 3:0 Adam Payerl (9:16/EQ), 3:1 Tobias Lindberg (23:33/PP1), 3:2 David Stieler (37:40/PP1), 4:2 Jonathan Matsumoto (44:44/PP1), 5:2 Daniel Bruch (55:43/EQ) | ||
| Zuschauer: 7.387 | Strafminuten: 25 / 23 | Powerplay: 1-3 / 2-4 |
| Schiedsrichter: David Cespiva, Achim Moosberger, Denis Menz, Julian Rieneck, Wolfgang Herbst | ||
In der Yayla-Arena vor 7.387 Zuschauern brannten die Krefeld Pinguine im ersten Drittel ein Feuerwerk ab. Mit Toren von Santos, Müller und Payerl führten die Hausherren bereits nach zehn Minuten mit 3:0. Landshut bewies im Mittelabschnitt zwar Moral und verkürzte durch zwei Powerplay-Treffer von Lindberg und Stieler auf 2:3, doch Krefeld blieb im Schlussdrittel cool. Matsumoto und Bruch machten schließlich alles klar. Überschattet wurde die hitzige Partie von zahlreichen Faustkämpfen, die insgesamt 48 Strafminuten nach sich zogen. Krefeld führt nun in der Serie mit 3:0 und benötigt nur noch einen Sieg zum Weiterkommen.
Steelers-Powerplay überrollt Ravensburg
RVT |
2 - 5 (0:3;1:0;1:2) |
SCB |
| Ravensburg Towerstars | Statistiken | Bietigheim Steelers |
| Tore: 0:1 Jack Dugan (6:56/PP1), 0:2 Cole Fonstad (8:15/PP1), 0:3 Brett Kemp (15:51/PP1), 1:3 Marvin Schmid (36:57/PP1), 1:4 Cole Fonstad (52:41/PP1), 2:4 Louis Latta (57:10/PP1), 2:5 Alexander Preibisch (59:04/EQ/EN) | ||
| Zuschauer: 3.349 | Strafminuten: 16 / 14 | Powerplay: 2-5 / 4-6 |
| Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler, Aleksander Polaczek, David Kreuzer, Jonas Reinold, Nidens Irina | ||
Die Bietigheim Steelers haben in der CHG Arena ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Dank eines überragenden ersten Drittels, in dem sie gleich drei Überzahlsituationen eiskalt ausnutzten (Dugan, Fonstad, Kemp), legten sie den Grundstein für den 5:2-Auswärtserfolg. Ravensburg fand gegen das aggressive und hocheffiziente Spiel der Steelers kaum Mittel und scheiterte immer wieder an der stabilen Defensive der Gäste. Trotz eines Treffers durch Schmid im zweiten Drittel blieb das Comeback der Towerstars aus. Bietigheim agierte über die gesamte Spielzeit abgeklärter und bringt sich in der Serie in eine hervorragende Position.